Nachhaltiger Druckproduktion gehört die Zukunft

Klimaneutrale Druckproduktion und Umweltmanagement ist für Druckereien und verarbeitende Betriebe inzwischen zweifellos ein Thema, mit dem man bei Kunden punkten kann. Zukunftsorientierte Druckereien werden "Grünes Drucken" als Leitschnur für die Produktion einsetzen und können durch abgestimmten Energiebedarf und entsprechende Verbrauchsmaterialien für Kosteneinsparungen im Betrieb sorgen und zur Ressourenschonung beitragen.

Die Klimainitiative der Druck- und Medienverbände erfreut sich inzwischen einer guten Nachfrage. Über 300 Druckereien haben die angebotenen Leistungen genutzt und wurden über die Landesverbände geschult und beraten.
Eine von der KfW geförderte Energieeffizienzberatung als Voraussetzung zur Teilnahme an der Initiative, die Einrichtung des CO2-Klimarechners und die Verknüpfung mit der Betriebsdatenerfassung sind weitere Schritte.  Die Berchnung der CO2-Bilanzen erfolgt nach einem akkreditierten Standard, Kunden können anhand der Berechnungen Zertifikate erwerben und damit den Kohlendioxidverbrauch kompensieren, da mit dem Erlös der Zertifikate Umweltprojekte gefördert werden.

Der Carbon Footprint wird von mehreren Faktoren bestimmt:

  • Bedruckstoffe: Niedrige Grammaturen, kleinere Formate, Verringerung von Produktionsabfall, Vermeidung von Falschsendungen und Retouren
  • Brennstoff, Kraftstoff und Materialeinsatz z.B. für die Energiegewinnung und durch Verbrauch von Verpackungsmaterial
  • Fahrzeuge und Transport: geringer Kraftstoffverbrauch, Reduzierung von Fahrten durch Telefonkonferenzen, Routenplanung
  • Druckfarben, Lacke: z.B. Reduzierung des Druckfarbenverbrauchs durch Verwendung feinerer Rasterweiten
  • Druckformen-Herstellung: Computer-to-plate und prozesslose Druckplatten helfen Energie und Chemikalien einzusparen
  • Reinigungs- und Feuchtmitteleinsatz: Wartung und Reinigung der Maschinen, Prüfung der Klebstoffe usw.
  • Mitarbeiterfahrten zur Arbeitsstätte: Anreize für Fahrgemeinschaften, umweltfreundliche Verkehrsmittel usw.