Nachhaltigkeit im Mittelpunkt der Fachpack 2010

Im Mittelpunkt der Fachpack 2010 in Nürnberg (28.-30 Sept) steht das Thema Nachhaltigkeit bei der Verpackungsproduktion. Dabei ist die Vorstellung nachhaltig produzierter Verpackungsmaterialien der Markenartikelhersteller die wichtigste Sonderschau der Fachmesse im Messezentrum.

Beim Konzept der Nachhaltigkeit wird nicht nur das Endprodukt berücksichtigt, sondern der gesamte Lebenszyklus. CO2-Emissionen und Wasser- und Energieverbrauch bei der Produktion sind z.B. wichtige Kriterien. Weitere Punkte sind Schutz der natürlichen Ressourcen, Müllvermeidung, Recycling und die Optimierung in der Prozess- und Lieferkette.

Problematisch wird die Beurteilung einer nachhaltigen Produktion dadurch, dass einheitliche Konzepte zur Bewertung individueller Verpackungslösungen fehlen. Für jedes Produkt müssen daher das System aus Primär-, Sekundär- und Tertiärverpackung, das Produkt und dessen Lebenszyklus berücksichtigt werden.

Für Papier- und Kartonerzeugnisse gibt es die Zertifizierung für nachhaltige Waldbewirtschaftung des FSC (Forest Stewardship Council).

Glas als Verpackung ist vom Material her ein günsig zu bewertendes Produkt, denn es besteht aus einigen der am häufigsten vorkommenden Rohstoffe (Sand, Soda und Kalk) und es kann ohne Qualitätsverlust unbegrenzt immer wieder verwendet werden. Allerdings bringt es durch sein gewicht Probleme beim Transport mit sich.

Kunststoffe basieren auf Mineralöl, bzw. in steigendem Maße auch auf nachwachsenden Rohstoffen. Unterschieden wird zwischen Bio-Kunststoffen und bioabbaubaren Werkstoffen. Polyolefine auf Mineralölbasis sind durchaus bioabbaubar, denn sie zerfallen nach längerer Zeit unter Sonnenlicht in Kohlenstoff und Wasserstoff. Dagegen ist beispielsweise Polymilchsäure (PLA) aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maisstärke nicht biologisch abbaubar und daher trotz seiner biologisch hergestellten Rohstoffe im Bereich der Abbaubarkeit fragwürdig.

Biologisch abbaubare Schrumpffolien, umweltfreundliche Klebeverfahren und migrationsfreie Druckfarben werden auch dieses Jahr wieder im Mittelpunkt der erwarteteten 30-35.000 Besucher stehen.