Werbeaufsteller in Geschäften wirksamer als Discountpreise

Pappaufsteller regen zum Kaufen an

Preissenkungen weniger erfolgreich als Werbeaufsteller

Traditionelle Werbeaufsteller in den Läden erzielen bei den Konsumenten eine höhere Wirkung als Preisreduktionen. Obwohl sich Rabatte und Discountpreise angesichts der wirtschaftlich schwierigen Zeiten als erfolgreiches Marketinginstrument erweisen, sind sie nicht so effektiv wie die althergebrachten Pappaufsteller und Werbeplakate in den Geschäften. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung von OgilvyAction https://ogilvyaction.com, die in diesem Frühjahr das Kaufverhalten von mehr als 6.000 Konsumenten in den USA unter die Lupe genommen hat. Impulskäufe sind demnach weitaus häufiger auf die technisch simplen Werbetafeln zurückzuführen als auf zeitlich begrenzte Preisvergünstigungen, berichtet das Branchenmagazin Advertising Age.

Nachdem sich die Wirtschaftssituation in den vergangenen Monaten nochmals verschärft hatte, nahm die Wirksamkeit dieser Werbemaßnahmen nach jüngsten Erhebungen sogar noch einmal zu und ist derzeit doppelt so erfolgreich wie Preisreduktionen. Laut der OgilvyAction-Studie kaufen 29 Prozent der Konsumenten impulsiv Artikel aus Kategorien, aus denen sie vor Betreten des Ladens eigentlich nicht vor hatten, etwas zu erwerben. Davon wiederum sagen 24 Prozent, sie würden bei den Spontankäufen von Aufstellern im Geschäft, die nicht direkt neben dem betreffenden Produktregal stehen, beeinflusst. 18 Prozent kaufen aufgrund von Vorführungen im Laden und nur 17 Prozent tätigen ihre spontanen Einkäufe wegen Sonderpreisen. Außerdem haben 39 Prozent der Kunden vorab im Kopf, was sie einkaufen wollen, die Entscheidung für eine bestimmte Marke treffen sie jedoch erst vor Ort.

`Wir wissen, dass die Konsumenten darüber Bescheid wissen, wie Preisreduktionen funktionieren´, sagt Jeff Froud, Senior Strategic Planner bei OgilvyAction. Niemand wolle sich abzocken lassen. Die Untersuchung zeige jedoch, dass Werbeaufsteller und andere Promotionaktionen in den Geschäften auch ohne Preiskürzungen erfolgreich sein könnten. In der Realität würden die beiden Marketingmittel natürlich meist kombiniert eingesetzt und nicht isoliert voneinander in Erscheinung treten. Auch Rick Roth, CEO bei OgilvyAction, unterstreicht, dass Sonderpreise nicht unbedingt nötig sind, um einen zusätzlichen Gewinn zu erzielen. Marketing-Mix-Analysen zeigten bereits häufiger, dass die Aufsteller allein dazu beitragen können, die Verkäufe anzukurbeln. Allerdings gab es bislang keine direkten Vergleiche zwischen den Preisreduktionen und den Werbeaufstellern. (Ende)

Quelle:
pressetext.austria
Redakteur: Claudia Zettel
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Originalartikel: https://www.pressetext.de/pte.mc?pte=081124034