Zuwachs bei deutschen Faltschachtelherstellern

Wie Vorstandssprecher Dr. Michael Faller vom Fachverband Faltschachtel-Industrie (FFI) berichtete, stagnierte die von deutschen Faltschachtelherstellern produzierte Menge mit rund 890.000 Tonnen im Jahr 2008 auf Vorjahresniveau. Danach waren die deutschen Hersteller nach FFI-Einschaetzung in Europa vermutlich die einzigen, bei denen Umsatz und produzierte Menge im Vorjahr nicht zurueckgingen.

Trotz des Konjunktureinbruchs konnten die 90 FFI-Mitgliedsunternehmen ihre Produktionsmenge im Vorjahr um 4,6 Prozent und ihren Umsatz mit 1,4 Milliarden Euro sogar um 6,5 Prozent steigern. Sie waren damit erfolgreicher als die gesamte deutsche Faltschachtelbranche, die das Jahr 2008 mit einem Mengenzuwachs von 0,2 Prozent und einem Umsatzzuwachs von 2,1 Prozent (1,9 Milliarden Euro Branchenumsatz) abschloss. Der Umsatzanteil des FFI an der Gesamtbranche liegt mittlerweile bei ueber 74 Prozent.

Trotzdem ging die Rezession nicht spurlos an den Faltschachtelproduzenten vorbei. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Umsaetze im 4. Quartal 2008 um 1,9 Prozent und nach Schaetzungen des FFI im 1. Quartal 2009 um 4,5 Prozent. Nach Traumwerten bei der Maschinenauslastung im Jahr 2007 (93,3%) sei man mittlerweile aktuell bei 82 % Kapazitaetsauslastung angekommen.

Die langfristige Entwicklung der deutschen Faltschachtelindustrie sieht man beim FFI positiv. Deutschland sei das fuehrende europaeische Land in der Produktion von Faltschachteln. Zusammen mit den Laendern Italien, England, Frankreich und Spanien wuerden ca. 75 Prozent der in den ECMA-Ländern (D, I, GB, F, E, NL, TR, FIN, S, N, DK, A, CH, B) produzierten Faltschachteln repräsentiert. Deutschland und die Tuerkei haetten im Zeitraum 2000 bis 2007 zwei Drittel der gesamten Mengensteigerung in den ECMA-Laendern erwirtschaftet.

Fachverband Faltschachtel-Industrie (FFI) Originalartikel: https://www.brilliant-magazin.de/news/show/20723